Nicolai Levin

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Jahresvorschau 2013 – der Kaffeesatz vorweg

Es bietet sich zum Jahresbeginn zu schön an, und kosten tut es auch nichts. Also mal die Sammlung der Levin’schen Prophezeiungen für 2013:

  • Bei der Bundestagswahl liegt die Union klar vor der SPD. Zum Regieren reicht’s für die derzeitige Koalition aber nicht, weil die FDP die Kanzlermehrheit nicht voll macht und ein paar Oppositionsstinkstiefel (Linke, Piraten) die Arithmetik versauen. Zum Wohle des Landes – und mangels Alternativen bei der CDU – stellt sich Angela Merkel noch einmal an die Spitze einer Großen Koalition, erklärt aber zugleich, nach dem Ende der Legislaturperiode nicht noch einmal anzutreten. Vize wird wieder Steinmeier, weil sich Steinbrück im Wahlkampf bei allen unmöglich gemacht hat und Gabriel nun wirklich nicht geht. Die Deutschen finden das gut.
  • Steinbrück wird statt Kanzler gutbesoldeter EU-Spar-Kommissar und soll die Kavallerie zum Schuldentilgen in Griechenland, Italien, Spanien führen.
  • Aus den Schuldenländern kommen ein paar moderate Hiobsbotschaften, aber die EU wird sich durchwurschteln, unbeliebter denn je, aber “alternativlos”.
  • Das Vereinigte Königreich bereitet sich auf die Spaltung vor: Schottland geht in die Unabhängigkeit als EU-Mitglied, der Rest tritt aus.
  • In Syrien herrschen mindestens ägyptische Zustände, weil die Religionen und Ethnien aufeinander einschlagen, nachdem Assad gestürzt ist.
  • Auch Nordkorea kollabiert. Oder auch nicht. Interessiert aber außer den Falken im Pentagon keinen.
  • Im Nahostkonflikt bleibt alles beim alten.
  • Die Deutsche Bank wechselt die Führungsmannschaft komplett.
  • General Motors lässt Opel pleitegehen und erwirbt stattdessen Daimler.
  • In einer neuen Forbes-Liste kommt heraus, dass der reichste Mensch der Welt in Wahrheit ein kolumbianischer Drogenbaron ist, der sich mit komplexen Derivaten die Rechte an allen russischen Erdgasvorkommen gesichert hat.
  • Die “Welt” stellt ihre Printausgabe ein und erscheint nur noch online.
  • Eine weitere Qualitätszeitung (mindestens) geht pleite.
  • Spiegel Online und bild.de unterscheiden sich so richtig nur noch im Impressum – obwohl: das war eigentlich schon 2012..
  • Das ZDF stellt mangels Erfolg “Wetten dass …” ein. Endlich.
  • Apple ist Schnee von gestern und “total Nullerjahre”. Eine selbstverwaltete Community übernimmt die Meinungsführerschaft bei den digitalen Hipstern und entwickelt das mehrheitsfähige Betriebssystem zum Medienkonsum und Socialmedia-en.
  • Der FC Bayern wird deutscher Fußballmeister, das interessiert aber auch keinen. Außerdem haben sie trotzdem dick Krise, weil weder Champions League noch DFB-Pokal nach München gehen und “nur ein Titel” nicht den eigenen Ansprüchen genügt.
  • Großer Aufreger wird irgendwas Gesundheitsgefährdendes. Vielleicht kommt raus, dass Kaffee krebserregend ist.

Am Ende des Jahres können wir ja sehen, was davon eingetroffen sein wird. “Schaun mer mal”, sagt der Kaiser. Der wird dieses Jahr nicht noch mal Vater, sondern konvertiert medienwirksam zum Buddhismus.

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