Nicolai Levin

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10 Dinge, die ich bei Twitter hasse

Bevor RTL eine abendfüllende Show mit Sonja Zietlow draus macht oder gar Eckart von Hirschhausen das Thema für sich entdeckt … So toll Twitter ist, es gibt ein paar Dinge, die mir dort tierisch auf den Zeiger gehen.

1. Katzenfotos
Ja, Kätzchen sind putzig, drollig, süß, Orrr! Man kann sie in den komischsten Konstellationen fotografieren und diese Fotos der Allgemeinheit zeigen. Wenn ich das sehen will, nehm ich mir Google und suche danach. Aber ich brauch das nicht ungefragt in meiner Timeline. Ich würde auch nicht wollen, dass jemand ungefragt einen Kalender mit süßen Kätzchenbildern in meinem Büro aufhängt. Aber ich weiß schon, es ist hoffnungslos …

2. Der blaue Punkt
Ich bin unterwegs und twittere am Handy. Der blaue Punkt leuchtet: Eine neue Direktnachricht! Ich öffne und lese die Nachricht. Später, daheim am PC. Twitter an. Der blaue Punkt leuchtet: Eine neue Direktnachricht! Ich öffne und sehe: Ach, ist ja die von vorhin, naja, kann ich gleich antworten. Am nächsten Tag wieder unterwegs mit dem Handy. Der blaue Punkt leuchtet: Eine neue Direktnachricht! Ich öffne und sehe: Ach, ist meine Antwort von gestern … und so weiter und so fort. Ich will nur einen blauen Punkt sehen, wenn eine Nachricht von jemand anderem eingegangen ist, die ich noch auf keinem meiner Geräte gelesen habe. Ist das denn so schwierig?

3. Reply-Chats
Ich bekenne: Auch ich schreibe Replys. Manchmal auch Replys, die sich vor allem an den Adressaten richten. Manche Leute bei Twitter treiben das freilich zum Exzess. Die chatten ungeniert via Reply – und alle Folger müssen mitlesen: Alder, Digger, hastunichgesehen. Auch sehr beliebt bei manchen (außer mir!) – der Kneipenticker: “Da sitz ma mitanand in der #Eden und reden, der @Gießhübl, der @Puntigam und @i …”

4. Fernsehliveticker
A propos Ticker: Ganz schlimm ist auch der Livekommentar zu irgendwelchen Fernsehsendungen – vorzugsweise zu solchen, die ich nicht ansehe und gar nicht kennen will: “Wie doof ist denn der Klausi? #gzsz”, “Voll Fremdschämen! #dsds” Zugegeben, ich bin ein alter Sack, aber wenn ich fernsehe, finde ich die Sendung so einnehmend, dass ich nicht nebenher twittere. Wenn nicht, schalte ich aus. Dann interessieren mich aber auch nicht die Kommentare der anderen. Bei der Übertragung von Fußballspielen, die so vor sich hindümpeln, bin ich übrigens nicht ganz so streng.

5. Accountumbenennung
Ihr dürft ja von Zeit zu Zeit den Avatar wechseln. Aber wenn dann noch der Name und am liebsten der Accountname dazu geändert werden, steige ich aus. Wer zum Henker ist dieser @neuername und wieso folge ich ihm?

6. Accountlöschen
Löschzombies gehen mir auch auf den Keks! Sie löschen sich. Großes Aufheulen: “Oh weh, der @löschzwerg ist weg! Ich möchte das nicht”, “Bittebitte, @löschzwerg komm zurück!” – Drei Tage später: “Hurra! Der @löschzwerg ist zurück!” Das ist doch Kükenkram!

7. App Updates und der Entwürfeordner
Noch ein Bekenntnis: Ich schreibe Entwürfe. Die meisten davon liegen und verschimmeln und werden nach reiflicher Überlegung als nicht gut genug wieder gelöscht. An manchen Tweets will ich noch feilen. Andere kommen mir zur Unzeit in den Sinn: Ich mag etwa um halb acht morgens nix Frivoles twittern. Dann kommt ein Update der App – und päng! sind die Entwürfe weg. Das passiert mir nicht noch mal. Also mache ich vor dem nächsten Update vorsichtshalber eine Sicherungskopie: Alle drölfzig Entwürfe werden mit Bleistift auf einen Zettel abgeschrieben. Das Update kommt – und päng! sind alle Entwürfe noch da. Die machen das mit Absicht!

8. Allzuvielschreiber
Noch so ein Ärgerthema. Da wird einem ein Klassetweet in die Timeline gespült. Man schaut sich den Account an und stellt fest: Alle 10 Minuten schickt der was raus; richtig gute Sachen sind dabei, so alle zehn oder zwanzig Tweets … Es gibt einige Twitterer, die ich eigentlich sehr gut finde, denen ich aber nicht folge, weil sie einfach zu produktiv sind. @personaldebatte ist so einer, wenn der in Stimmung ist, sprengt er jeden Arbeitsspeicher. Geht leider gar nicht. Jammerschade.

9. Du spreche Deutsch? Bissi Deutsch?
Als Ausgleich für all die guten Leute, die ich aus Mengengründen nicht lesen kann, folge ich dem Favstar-DE-100er-Bot. Ich weiß nicht, woran der bemisst, dass ein Tweet auf Deutsch ist (an den Einstellungen der User, nehme ich mal an). Mein Türkisch ist leider nicht so toll, aber ich habe fast jeden Tag irgendwelche türkischen Topknallertweets in der Timeline. Müsste man jetzt nur noch verstehen …

10. Hochleistungsentfolger
Entfolgen gehört dazu. Auch ich räume meine Timeline auf, auch ich trenne mich von Followings, die mir nicht mehr gefallen, oder von solchen, die offenkundig inaktiv sind. Andere machen das auch, haben aber eine andere Vorstellung von “inaktiv”. Da bist du auf Seminar oder hast mal im Büro zu tun oder das Kind ist krank und braucht Aufmerksamkeit oder du hältst tatsächlich mal für einen Tag die Schnauze … und schwupps – sind ein paar Folger weg. Was die Leute treibt, die sofort entfolgen, wenn mal für ein paar Stunden Funkstille herrscht, will ich wohl besser gar nicht wissen.

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3 Comments

  1. tux. says:

    Punkt 2 und 3 erledigt mein Twitterclient: zentweet.net – keine DM, keine Mentions. 😉

  2. Also ein bisschen mimimi ist hier schon dabei, die anderen Sachen könnte man mit Filtern lösen. Bist du Android User? Wenn ja mein Beileid, so Twitter Client technisch, für iOS gibts da Tweetbot (Hashtags, Wörter, User filterbar) oder Twitterrific welches gefilterte Tweets nur kurz als Einzeiler anzeigt.

    Ansonsten gilt halt: das liegt alles an dir 😉 räum in deiner Timeline auf.

    Naja gut. Bei ein paar Sachen muss ich dir doch zustimmen. So Avatar und Namenswechsel gleichzeitig ist schon verwirrend. Was aber noch viel eher nervt sind die Leute die “reply at” nicht nutzen und Tweets immer noch mit RT @User retweeten…

  3. 2. Ordentliche Clients können den Gelesen-Status syncen
    4. Ordentliche Clients können Hashtags muten
    8. Niemand zwingt dich, ihm zu folgen. Gute Tweets werden eh retweeted.

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