Nicolai Levin

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Bist du ein Hunde- oder ein Katzentyp?

Katzentyp oder Hundetyp? Das ist eine der Fragen, wo man sich entscheiden muss. So wie bei Schalke oder Dortmund, Pelikan oder Lamy, Stones oder Beatles und Nutella oder Nusspli.

Draufgestoßen bin ich im (auch sonst sehr lesenswerten) Blog “Frau Schreiberling” (http://frauschreiberling.blogspot.de), in einem Beitrag von @hauptstadtgoere, angeregt von @frollein_van_B. Und ich musste mir eingestehen, dass diese Frage für mich gar nicht so einfach zu beantworten wäre.

Eigentlich mag ich beide, Hunde und Katzen. Ich kann’s mit Hunden, und wenn wir irgendwo zu Besuch sind, wo es Katzen gibt, steht die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Katze des Hauses sich ausgerechnet meinen Schoß zum Pennen aussucht. Katzen mögen mich.

Der Nutzen als Haustier ist bei beiden – sagenwirmal: eingeschränkt. Klar, der Hund kann Einbrecher verbellen und beschützt die Kinder vor Skinheads und Betrunkenen, aber sonst? Wer nicht gerade eine Schafsherde im Vorgarten hält, braucht eigentlich keinen. Bei Katzen ist das nicht viel anders: Gut, sie könnten die Wohnung vor Kleinnagern bewahren, aber das trifft jetzt auch nicht allzu viele Zeitgenossen in unseren Breiten.

Welche Motive treiben die jeweiligen Halter? Da ist das Bild der Hundehalter meist von gehässigen Katzenfreunden geprägt – und umgekehrt steht es nicht viel besser.

Der typische Hundehalter ist demzufolge ein Möchtegerntyrann, der im wirklichen Leben nichts zu melden hat und sich freut, wenn wenigstens der Hund folgt. Hündisch eben. Zu klein geratene Männer wären so ein Musterbild des Hundeherrchens. Allein das Wort “Herrchen” sagt viel aus: zum richtigen “Herrn” mit echten Knechten hat es nicht gereicht.

Katzen sind da unabhängiger, lassen sich schwer dressieren und leben ihren eigenen Willen. Damit sind sie prädestiniert für städtisch frustrierte Singles, die mit den ach so charakterstarken Katzen ein Beziehungsleben simulieren, das sie mit einem menschlichen Partner nicht auf die Reihe kriegen. Gern dient die Katze auch Ersatz für das (schwer erziehbare) Kind, das man sich nicht antun will oder kann.

Ich kann beides nachvollziehen, die Freude am Hund und das Leben mit der Katze. Ich kenne sogar Leute, die beides haben – dann allerdings mit einem richtig bewirtschafteten Bauernhof dazu, der Hund und Katz reichlich Beschäftigung bietet – und die Gelegenheit einander aus dem Weg zu gehen.

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1 Comment

  1. Chris says:

    Also früher war ich eher der Katzentyp. Meine Eltern hatten schon immer Katzen gehalten, ich bin also damit aufgewachsen. Als ich erwachsen war, hab ich mir daher selber zwei Stubentiger angeschafft. Seit zwei Jahren lebt nun aber auch ein Golden Retriever bei uns im Haushalt (dank der Kinder und meiner Frau) und ich bin inzwischen sowohl Katzen- als auch Hundetyp. Geht prima beides zusammen!!! Sind alles Haustiere mit eigenem Charakter, aber der Hund benötigt definitiv mehr Zeit – die Katzen sind unkomplizierter in der Haltung…

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