Nicolai Levin

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FAQ: Twitter für Fortgeschrittene

Sie sind also auf Twitter. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen eigenen Account, Sie wissen, dass man jemandem folgen muss, um all seine neuen Tweets in der eigenen Timeline zu sehen. Sie kennen #hashtags, und Sie haben gesehen, dass Justin Bieber, Donald Trump, Barack Obama und Lady Gaga viele Millionen Follower haben. Sie wissen, dass Sie alles in 140 Zeichen packen müssen (280 Zeichen, wenn Sie zu den Auserwählten von Twitter zählen).

Bis hierhin hat Sie Twitter Schritt für Schritt begleitet und Ihnen alles erklärt. Doch im zweiten Schritt, wenn’s eigentlich interessant wird und Ihre Fragen etwas spezieller, lässt Sie Twitter allein. Wenn Sie googeln, landen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgerechnet auf den Weblinks für irgendwelche kryptischen oder ironischen Tweets – und das ist für Ihre schlichten Fragen ja nicht so richtig hilfreich. Und die ganz überzeugten Twitterer erklären schon aus Prinzip nichts außerhalb von Twitter selbst.

Mir jedenfalls ist es so ergangen, als ich mich vor einiger Zeit zum ersten Mal bei Twitter umgeschaut habe (das war Anfang 2011). Sie sollen es ja mal besser haben als ich, und deshalb habe ich für alle, die über die ersten Schritte hinaus sind, diese FAQ zusammengestellt, die ich von Zeit zu Zeit aktualisiere.

Wenn Sie eine Frage vermissen oder mir Ergänzungen und Korrekturen zukommen lassen wollen, nutzen Sie die Kommentarfunktion oder schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an: nicolai[Punkt]levin[ätt]web[Punkt]de.

1. Wozu soll ich Twitter nutzen?

Unter uns Pastorentöchtern: Wenn Sie Twitter beruflich brauchen, weil Sie Ihre Produkte bewerben oder mit Ihren Kunden im Service kommunizieren wollen, sind Sie natürlich ohnehin schon seit langem dabei. Wenn nicht, hilft Ihnen ein Social-Media-Berater gegen Entgelt sicher gerne weiter. Ich konzentriere mich hier ausschließlich auf Hinweise für Leute, die Twitter privat verwenden.

Als “Kurznachrichtendienst” können Sie sich bei Twitter über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden halten. Wenn irgendwo die Erde bebt, Wahlergebnisse feststehen oder bedeutende Menschen sterben, erreicht Sie diese Information am schnellsten per Twitter.

Sie können sich auch mit Leuten aus Ihrem Freundes- und Verwandtenkreis via Twitter austauschen und auf dem Laufenden halten – ähnlich wie bei Facebook. Wie bei Facebook auch sollten Sie bei Twitter bedenken, dass alles, was Sie loslassen, erstmal weltweit einsehbar ist.

Schließlich bietet Twitter die Möglichkeit, die Neuigkeiten von anderen Menschen zu lesen, die Sie vielleicht persönlich gar nicht kennen, deren Veröffentlichungen Sie aber lesen wollen, einfach weil diese Sie bewegen, amüsieren, unterhalten.

Wenn es sich in dieser Fragensammlung um Sitten, Gebräuche und angemessenes Verhalten dreht, beziehen sich meine Einschätzungen in der Regel auf diese letzte Form der Nutzung. Wie Sie mit Ihren Freunden oder Ihrer Tante Elsbeth umgehen sollen, wissen Sie selbst besser als ich.

2. Welche Gefahren drohen bei Twitter?

Zunächst mal: Es ist alles öffentlich. Wer Ihren Account anklickt, sieht einfach (fast) alles: Was Sie getwittert haben, wem Sie folgen, wer Ihnen folgt, was Sie favorisiert haben usw.

Wenn Sie (wie Twitter Ihnen das empfiehlt) mit Ihrem echten bürgerlichen Namen auf Twitter etwa beleidigende, diskriminierende oder sonstwie rechtswidrige Dinge von sich geben, können Sie dafür natürlich zur Verantwortung gezogen werden. Auch wenn Sie sich hinter einem Pseudonym-Account verbergen, kennt Twitter Ihre Einwahldaten!

Twitter hat außerdem ein ziemlich hohes Suchtpotenzial. Sie werden feststellen, dass einige Accounts anscheinend ständig online sind, Tweets versenden, andere Tweets liken, antworten usw. Mag sein, dass bei denen ein ausgeklügeltes Mehrpersonen-Schicht-System dahintersteckt, vielleicht sind da aber auch nur ein paar ganz arme Schweine in ihrer Sucht gefangen.

Das kann sich selbst verstärken: Mit dem System des Folgens und Likens generiert Twitter ein Anerkennungs- und Belohnungssystem, von dem man potenziell immer mehr braucht. Wenn Menschen also viel Zeit auf Twitter verbringen und von anderer Seite im Leben keine Bestätigung erfahren, bringen sie sich für ihr seelisches Wohlbefinden um so mehr in Abhängigkeit von der Zustimmung der anderen Twitterer. Das kann für labile Persönlichkeiten durchaus gefährlich werden, und ich habe schon Reaktionen auf Twitter erlebt, die mich sehr zum Zweifeln gebracht haben. Wenn Sie frisch bei Twitter sind, passen Sie bitte auf, dass Sie sich nicht zu sehr von diesem System vereinnahmen lassen – zeitlich und mental! Wenn Twitter aufhört, einfach nur Spaß zu machen, stimmt etwas nicht mehr.

Sie können bei Twitter bestimmen, was Sie lesen wollen. Zu Beginn tasten Sie noch ein wenig hilflos herum, aber mit der Zeit werden Sie Ihre Timeline so eingerichtet haben, dass sie Ihnen passt. Das ist das Schöne. Zugleich aber geraten Sie auch als ganz normal Sterblicher in eine Situation, die zuvor nur Königen und Potentaten vorbehalten war: Sie sind von Ihresgleichen und Schmeichlern umgeben. Sie lesen nur Dinge, die Ihnen in den Kram passen. Sie haben sich eine “Filterbubble” errichtet. Sie werden immer weniger mitbekommen, dass draußen im realen Leben Menschen herumlaufen, die ganz anders ticken. Die andere Dinge als Sie bewegend, lustig, anregend oder eklig finden.

Und schließlich ist da die Verkürzung. Ja, es ist eine Kunst, Dinge auf 140 Zeichen zuzuspitzen. Aktiv bei Twitter zu sein, schult die eigene Fähigkeit, Dinge auch in anderen Situationen pointiert auf den Punkt zu bringen. Das ist großartig, wie ich Ihnen aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Aber alles, was nicht in 140 Zeichen passt, hat eben auch keinen Platz bei Twitter. Wenn man die eigene Geisteshaltung zu sehr mit Twitter konform stellt, kann man zwar mit einem bissigen Satz die Bundesregierung anschießen, aber einen konstruktiven Vorschlag für etwas komplexere und umfassendere Dinge bekommt man nicht mehr zustande. Die Piratenpartei, die sich zu einem guten Teil aus politikverdrossenen Twitterern rekrutiert, bekommt das in ihren Bemühungen um konstruktive Programmatik sehr schmerzhaft zu spüren; es gilt aber genau so gut anderswo.

3. Womit verdient Twitter eigentlich Geld?

Hin und wieder werden Sie Tweets in Ihrer Timeline finden, von Accounts, denen Sie gar nicht gefolgt sind. Nein, es sind keine Re-Tweets (siehe dort). Unter ihnen steht ein weißer Pfeil in einem gelben Kästchen und der Hinweis, dass es sich um einen gesponserten Tweet handelt. Mit dem Verkauf dieser Tweets finanziert sich Twitter. Wenn ich mir betrachte, wie exakt die Werbetweets meiner Timeline zu meinem Konsumverhalten passen, bleibe ich noch sehr ruhig in Sachen Transparenz und Datenschutz.

Im Gegensatz zu Facebook ist Twitter finanziell bis heute kein Erfolgsmodell. Um dem abzuhelfen, versucht Twitter immer wieder, sich an die Wirkungsweise von Facebook anzupassen (Herzchen statt Sterne, vorgefilterte Timelines …). Die Twitterer, die an Twitter genau schätzen, dass es NICHT wie Facebook ist, finden das natürlich grauenhaft.

4. Wem soll ich folgen?

Die kurze Antwort: Wem Sie wollen. Finden Sie’s heraus, wer Ihnen zusagt. Das wird natürlich davon abhängen, weshalb Sie bei Twitter mitmachen. Ein paar Hinweise als lange Antwort dennoch:

4.1 Nachrichten / Informationen
Jede Nachrichtenquelle hat heute auch einen Twitteraccount. Die Tweets der großen Zeitungen und Magazine (Spiegel, Focus, Welt, SZ, FAZ) bestehen leider in den meisten Fällen bloß aus Links und Hinweisen auf die neuesten Artikel ihrer Webausgaben. Die Nachrichtensender und Agenturen (CNN, n-tv, Reuters und Co.) sind schnell und prägnant, haben aber einen ziemlich konstanten Tweet-Ausstoß; in nachrichtenarmen Zeiten muss man sich da durch einen ganzen Schwall von unwichtigem Käse durchmühen, bis man an die relevanten Nachrichten gelangt. Eine wirklich erfreuliche Ausnahme ist der Twitter-Account von – ausgerechnet – der guten alten Tante “Zeit” (@zeitonline) – Eilnachrichten bringen die “Zeit”-Leute sehr oft vor allen anderen, und sie fassen die Eilmeldungen wirklich gut zusammen. Außerdem liefern sie immer kompakt die Ergebnisse von wichtigen Fußballereignissen (wie etwa Europapokal-Abenden) auf einen Blick. Empfehlen kann ich auch die Deutsche Welle (@dwnews) – prägnant, knapp und gut.

4.2 persönliches Umfeld
Welcher Ihrer Tanten Sie auf Twitter folgen wollen, weiß ich natürlich nicht. Twitter bietet Ihnen aber die Möglichkeit, Ihre E-Mail-Kontakte aus den Adressbüchern Ihres Rechners mit den E-Mail-Konten aller bestehenden Twitter-Accounts abzugleichen und Ihnen bei Treffern Vorschläge zu unterbreiten. Das setzt voraus, dass man zugestimmt hat, über den eigenen E-Mail-Account sichtbar zu sein. Wenn Sie nicht wollen, dass alle Leute, die Ihre E-Mail-Adresse kennen, Ihren Account als Vorschlag bekommen, sollten Sie diese Einstellung (unter “Settings / Einstellungen” – das Kästchen unter der E-Mail-Adresse) schleunigst ändern.

4.3 Promis
Die ganz riesigen Promi-Accounts sind die ersten, die Twitter den Neumitgliedern vorschlägt. Ganz offen: Ich finde die durch die Bank stinkelangweilig. Da hockt irgendein Pressereferent und animiert die Follower zum Kauf des neuen Liedes, zum Besuch des neuen Films – oder der Promi teilt uns gnädigerweise die Beschaffenheit seines Frühstückstoasts mit.

Aus dem deutschsprachigen Raum gibt es ein paar Ausnahmen. Menschen, die man aus Film und Fernsehen kennt und die auch bei Twitter eine eigene Originalität erreichen: Sarah Kuttner (@kuttnersarah) ist so eine (ich finde sie auf Twitter besser als in ihrem Fernsehmagazin) oder auch Klaas Heufer-Umlauf (@damitdasklaas) . Thomas Gottschalk ist als @herbstblond auf Twitter unterwegs. Claus Kleber (@clauskleber) erlaubt sich auf Twitter mehr eigene Meinung als im heute-journal. Dieter Nuhr (@dieternuhr) hat eine Zeitlang recht pointiert das Tagesgeschehen kommentiert, überlässt seine Scherze aber inzwischen lieber der zahlenden Kundschaft, was ich auch nachvollziehen kann. Aus Österreich kann ich Ihnen Armin Wolf (@arminwolf) empfehlen; der moderiert im ORF das Nachrichtenmagazin ZiB2 und ist dort ungefähr so wichtig wie Claus Kleber, Günther Jauch und Thomas Roth zusammen – und er erlaubt sich auf Twitter manche Spitze und Frechheit, die ich mir bei seinen deutschen Kollegen wünschen würde.

Unter den Schauspielern habe ich Armin Rohde (@ArminRohde) und Jan Josef Liefers (@JanJosefLiefers) als amüsante Twitterer schätzen gelernt.

Gary Lineker (@garylineker) war einst Fußballprofi, jetzt moderiert er fürs britische Fernsehen – auf Twitter zeigt sich sein Humor, seine Intelligenz und seine Streitfreude.

Aus den Vereinigten Staaten twittern zwei altgediente Recken der Science-Fiction wie die Weltmeister. William Shatner (@williamshatner) und George Takei (@georgetakei) haben enorm viel Output, und immer mal wieder ist etwas Interessantes daruntern.

Beim Anmelden bei Twitter darf man jeden beliebigen Namen angeben – daher gibt es eine Reihe von Trittbrettfahrern und Spaßvögeln, die ihren Account wie einen Prominenten benennen. Sie erkennen den “echten” Promi, dessen Account von Twitter verifiziert wurde, am blauen Häkchen.

4.4 Politiker
Die deutsche Politik hat ziemlich lange gebraucht, bis sie sich an Twitter gewagt hat. Zu den Pionieren zählen Peter Altmaier (@peteraltmaier), der sich schon zu seiner Zeit als schwarzgelber Umweltminister auf Debatten mit Kritikern via Twitter einließ und sich gerne mal mit seinem grünen Konterpart Jürgen Trittin (@jtrittin) gekabbelt hat. Inzwischen twittern von Martin Schulz über Christian Lindner bis Katrin Göring-Eckardt Spitzenpolitiker jeder Couleur. Nur die Kanzlerin verweigert sich nach wie vor standhaft.

4.5 Einfach nur Twitterer
Ja, hier gilt: Jugend forscht. Twitter macht Ihnen Vorschläge. Schauen Sie sich um, lesen Sie rein.

5. Wie ist das mit dem Entfolgen?

Sie haben jemandem gefolgt, der sich als doof, langweilig oder unangenehm entpuppt hat? Der Ihnen vielleicht sogar persönlich blöd gekommen ist? Dann entfolgen Sie. Der Entfolgte erhält standardmäßig keine Information von Twitter. Sie fehlen ihm halt, wenn er das nächste Mal die Übersicht seiner Follower anschaut. Es gibt auch Webtools, die Unfollows kenntlich machen (http://who.unfollowed.me ist so eines, aber es gibt mehrere andere); Ihr Entfolgen wird also nicht unbemerkt bleiben, aber das ist nicht weiter schlimm. Wenn Entfolgungen sozusagen das Ende einer längeren (und vielleicht intensiveren) Verbindung sind, finden manche Twitterer, dass es zum guten Ton gehöre, die Entfolgung per Direktnachricht (siehe dort) anzukündigen und zu begründen.

6. Was ist zurückfolgen?

Es gibt Twitterer, die ein strenges Quid pro Quo verfolgen: “Folgst du mir, folg ich dir”. Ich halte das für kompletten Unfug. Ich folge anderen, weil ich ihre Tweets sehen möchte; und wenn mir jemand folgt, dessen Tweets ich doof oder uninteressant finde, freue ich mich über ihn als Leser, fürs Zurückfolgen aber hat er eben Pech gehabt. Was ich mache: Ich sehe mir regelmäßig (so ein- oder zweimal pro Woche reicht bei meinen Followerzahlen) die Accounts meiner Neufollower an; wenn einer dabei ist, dessen Tweets ich richtig gut finde, folge ich zurück. Sonst eben nicht.

Weil nicht alle das so sehen, ist es ein bisschen kompliziert mit der Folgerei. Sie werden feststellen, dass immer wieder völlig unverhofft Neu-Follower bei Ihnen auftauchen werden, die dann wieder verschwinden, wenn Sie nicht innerhalb kurzer Zeit zurückfolgen. Manchmal nehmen die sogar mehrere Folgen-Entfolgen-Folgen-Anläufe. In meinen Augen völlig bescheuert. Meist sind diese Rückfolger auch gar nicht an Ihren Inhalten interessiert, sondern sammeln lediglich Follower in möglichst großer Zahl. Wenn Ihnen also aus dem Nichts ein Marketing-Account folgt, der >2.000 Follower hat und der selbst annähernd der gleichen Zahl von Accounts folgt, dann haben Sie es mit so einem Quid-pro-Quo-Sammler zu tun.

7. Wie vielen Accounts soll ich folgen?

Das hängt natürlich davon ab, wieviel Zeit Sie Twitter widmen möchten, wie sehr Sie Wert drauf legen, kontinuierlich alles zu verfolgen, was ihre Folgeaccounts so schreiben und ob Sie eher Viel- oder Wenigschreibern folgen. Bei einer gesunden Mischung von Followings und einem halbwegs lebendigen Realleben würde ich sagen, dass es spätestens ab 100 oder 150 Followings eng werden dürfte, noch alles zu lesen. Aber es gibt ja Listen.

8. Was sind Listen?

In Listen können Sie Accounts zusammenfassen. Das ist ganz praktisch zum Sortieren und Filtern, wenn es in der Timeline zu unübersichtlich wird. Sie können Listen ganz frei nach Typus oder Thema einrichten. So haben viele Twitterer eine Liste, die sie “Nachrichten” oder so ähnlich genannt haben, wo sie die Accounts der Neuigkeitenverbreiter lagern. Sie können (und sollten) Ihre Listen beim Einrichten als “privat” markieren, sonst kann jeder Nutzer sehen, welche Accounts Sie unter welchem Stichwort zusammenfassen. Es könnte dann beispielsweise unangenehm für Sie werden, wenn Ihre Chefin sieht, dass sie bei Ihnen in der Liste mit dem Namen “Süß aber dumm” gelandet ist …

In Listen können Sie übrigens alle Accounts aufnehmen, nicht nur solche, denen Sie folgen. Viele Twitterer haben eine eigene Liste, in der sie Accounts “probelesen”, um zu prüfen, ob sie ihnen folgen wollen. Das ist praktisch und diskret. So lang die Liste privat bleibt, kann kein anderer Nutzer sehen, dass sie existiert und wer drin steckt.

9. Was sind Zweitaccounts?

Sie können sich bei Twitter beliebig viele Accounts einrichten, sofern Sie für jeden eine separate E-Mail-Adresse parat haben. Es gibt hartgesottene Twitterer, die Zweitaccounts grundsätzlich verdammen, aber es kann auch ehrenwerte Gründe dafür geben, mehrere Accounts zu unterhalten.

Leute, die mit einem Erstaccount – vielleicht noch unter ihrem bürgerlichen Namen – auftreten, wollen möglicherweise auch mal über Dinge twittern, die sie ihren Kunden, Geschäftspartnern, Wählern und Mitarbeitern vielleicht nicht zumuten wollen. Menschen haben spezielle Interessen, die sie nur mit einer separaten Folgerschaft teilen wollen.

So ein Fall ist auch der mit diesem Blog verbundene Twitteraccount @Nicolai_Levin, den ich eigentlich nur nutze, um auf neue Bloginhalte von mir oder anderen Bloggern hinzuweisen (und der deshalb auch nur so mittelerfolgreich in Sachen Followerzahl ist). Ich möchte meine Bloggerei nicht mit anderen Dingen verweben, die ich an anderer Stelle (und unter anderem Namen) von mir gebe, daher die Trennung.

Ein weiterer Grund für Mehrfachaccounts: Menschen denken sich spezielle Personen aus, die bei Twitter als eine Art Personenkabarett auftreten. So werden vom Account @grumpymerkel der Bundeskanzlerin bissige Kommentare in den Mund gelegt. Ein weiterer recht berühmter Fall ist Frau Renate Bergmann (@RenateBergmann), eine alte Dame, deren einzigartiger Duktus viele Twitterer begeistert. Der Mensch, der auch hinter dem Account @der_wachsame steht, hat sie nach dem Abbild seiner Tante ins Leben gerufen. Oder der Griesgrämer (@griesgraemer): Dem Ekel Alfred nachempfunden, beschimpft er Twitterer die ganze Woche über aufs Unflätigste, um am Freitag Ramtamtam mit Mariacron zu feiern. Tausende lieben ihn.

Andere richten Mehrfachaccounts ein, um sich selbst zu favorisieren oder sich mit wechselseitigen Empfehlungen ins Gespräch zu bringen. Das kriegt dann schnell ein Geschmäckle und stößt meist auf Ablehnung, wenn es entdeckt wird.

10. Was soll ich liken?

Als ich neu bei Twitter war, weigerte ich mich zu liken, weil ich Angst hatte, anhand meiner Herzchen (damals waren es noch Sterne) irgendwie ausgekundschaftet zu werden. Und dann wunderte ich mich, weil mir keiner folgte.

Wenn man Twitter als eine Art Gesellschaftsspiel begreift, dreht sich alles um Herzen, Retweets und das Folgen. Es geht den Viel- und Intensivtwitterern darum, mit pointierten und beliebten Tweets von allem möglichst reichlich zu bekommen. Das Liken eigener Tweets gilt dabei übrigens als unfein.

Nun haben Sie bestimmt bereits festgestellt, dass Sie erstmal bei Null Followern anfangen. Wenn Sie wollen, dass es mehr werden, können Sie anderen Accounts, die Ihnen nicht folgen, durch Liken ins Auge fallen – gerade wenn Sie Tweets beherzen, die sonst nicht vielen Leuten gefallen. Dann schaut vielleicht mal jemand neugierig in Ihren Account, liket zurück und wenn Ihre Veröffentlichungen dem anderen gefallen, folgt er Ihnen möglicherweise irgendwann (zurück).

11. Was soll das mit den Sternen?

In der guten alten Zeit, also vor November 2015, konnte man bei Twitter nicht “liken”, sondern nur “favorisieren”.  Das Symbol für die Zustimmung war kein rotes Herz wie heute, sondern ein gelbes Sternchen.  Natürlich gehen Herzen gar nicht – soweit herrscht jedenfalls Einigkeit unter allen Twitterern, die seit Jahren auf Sterne konditioniert wurden. Aus der Sternchen-Ära bezog auch Favstar (siehe folgende Frage) seinen Namen und seine Funktionsweise.

12. Was ist Favstar?

Da den Hardcore-Twitterern das Zustimmen so wichtig ist und sie ihre Bedeutung daraus ableiten, gibt es prompt ein Webtool, das die Auswertung und Verwaltung von Likes unterstützt: Favstar (http://de.favstar.fm). Diese Webanwendung zeigt Ihnen auf einen Blick, wieviele Herzen / Sterne Ihre neuesten, ältesten, erfolgreichsten Tweets erhalten haben (oder die anderer Accounts), welche Tweets derzeit nach Likes am beliebtesten sind usw.

Favstar fragt Sie, ob es auf Ihren Twitteraccount zugreifen darf – und dann können Sie es auch als eine Art Twitteroberfläche nutzen, aus der heraus Sie eigene Tweets verfassen oder Tweets liken und re-tweeten können.

Favstar unterhält auch eigene Accounts (@favstarxxx_de), denen man folgen kann. Diese veröffentlichen Tweets nochmal, wenn diese 250 oder 1.000 Herzen / Sterne erhalten haben (xxx im Namen steht dann für die entsprechende runde Zahl an Favs). Dieser Service ist sozusagen ein Digest der deutschsprachigen Tweets. Wenn man als Verfasser einen Tweet publiziert hat, der bei Favstar eine der Grenzen gerissen hat, erhält man eine Mention (siehe dort) von Favstar. Viele Accounts re-tweeten diese stolz an die eigenen Follower.

13. Was ist ein Pick?

Favstar bietet eine kostenpflichtige “Pro”-Mitgliedschaft an. Was die kostet, weiß ich nicht, ich habe mir das bisher immer verkniffen. Wer Pro-Mitglied ist, hat neben erweiterten Auswertungs- und Suchfunktionen auch die Möglichkeit pro Tag einen “Tweet des Tages” zu wählen; Favstar nennt dies “Pokal”. Der Autor des erwählten (“gepickten”) Tweets erhält eine Mention (siehe dort) von Favstar (mit einem goldenen Pokal im Avatar). Es gehört zum guten Ton, sich für den “Pick” per Tweet zu bedanken – und das möglichst originell.

14. Was soll ich retweeten?

Wenn Sie einen Tweet, den Sie irgendwo sehen, re-tweeten, bekommen all Ihre Follower ihn in der Timeline zu sehen. Retweets sind der Kern von Twitter. Dass sich Nachrichten in Windeseile verbreiten können, funktioniert nur, wenn sie re-tweetet werden. Auch auf neue Accounts wird man in der Regel erst aufmerksam, wenn ein Following sie einem in die Timeline re-tweetet.

Insofern sind Re-Tweets essentiell, wenn Twitter nicht im eigenen Saft erstarren soll. Je größer die eigene Followerzahl ist, desto “wertvoller” (im Sinne der Verbreitung) wird ein Retweet. Solange Sie nur eine Handvoll Follower haben, bringt es dem Originalautor natürlich nicht viel, wenn Sie denen andere Tweets weiterempfehlen.

Retweets sind immer ein Drahtseilakt. Retweetet man nur sehr selten oder gar nicht, gilt man schnell als arrogant und selbstverliebt. Retweetet man zuviel, schreit bestimmt gleich wer, dass einem wohl selber nichts mehr einfalle.

Es gilt als freundliche Geste, Tweets, die man retweetet, auch zu liken. Dann wissen die Leser: Das finde ich so gut, dass ich es euch weiterleiten will. Retweets ohne Herz geraten schnell in den distanzierenden Geruch: “Guckt euch nur den mal an!”

Eine dumme Unsitte bei Twitter ist das “unechte” Retweeten. Anstatt den Retweet-Knopf zu drücken, kopieren manche Twitterer den Originaltweet und setzen ein “RT” davor, oder sie kopieren ihn und setzen ein “via @originalautor” dahinter. Damit rutscht der Retweet durch die Statistiken, deshalb gilt es als verpönt.

15. Soll man Retweets beherzen?

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das ein No-no sei, Retweets zu liken. Ich weiß allerdings nicht recht, wieso. Auch Herzchen, die man an Retweets vergibt, werden dem Originalautor zugerechnet, und er erfährt von ihnen. Insofern spricht meines Erachtens nichts dagegen. Wer freilich unechte Retweets beherzt, befüttert nur den unechten Retweeter mit Statistikherzen.

16. Wie geht das mit Direktnachrichten?

Jedem, der Ihnen folgt, können Sie eine Direktnachricht (Direct message, DM) senden. Sie finden das Briefumschlagsymbol auf Ihrer Twitterstartseite. Die Direktnachricht bekommt dann wirklich nur der Adressat zu sehen, sie ist auch auf 140 Zeichen begrenzt. Die Twitter-Website zeigt neue Nachrichten recht unauffällig durch einen blauen Punkt neben dem Briefumschlag an (ich habe Wochen gebraucht, bis ich meine erste DM entdeckt habe!).

In Ihren Einstellungen können Sie unter Datenschutz auswählen, ob Sie Direktnachrichten nur von Leuten empfangen wollen, denen Sie folgen, oder ob Ihnen jeder direkt eine Nachricht zukommen lassen soll. Ob Sie einem anderen Twitterer, der Ihnen nicht folgt, eine Nachricht schicken dürfen, hängt also von dessen Einstellungen ab.

Es ist ein weidlich gepflegter Mythos, dass manche Twitterer als Analogie zu Telefonsex untereinander Frivolitäten per DM austauschen (“DM-Sex”).

Seit Anfang 2015 kann die Twitter-App auch Gruppen-DM, in denen man Direktnachrichten mit mehreren Teilnehmern austauschen kann. Wer da wem folgen muss, um dabei zu sein, übersteigt meine Erprobungen. Ob mehrere Twitterer dann auch Gruppen-DM-Sex haben, weiß ich ebensowenig.

17. Wo ist dieser Entwürfeordner?

In der Original-Weboberfläche von Twitter habe ich ihn vergeblich gesucht. Die mobilen Apps für iPhone und iPad kennen ihn aber. Wenn man dort erst einen Tweet verfasst und dann auf “Abbrechen” drückt, hat man die Wahl zwischen “Löschen” und “als Entwurf speichern”. Viele Twitterer verfassen so Tweets auf Vorrat, die sie anlassbezogen zurückhalten oder für unkreative Zeiten bunkern. Die Entwürfe sind lokal auf dem jeweiligen Gerät gespeichert, so dass man vom Tablet nicht auf die Telefon-Entwürfe zugreifen kann und umgekehrt. Es kann vorkommen, dass bei Updates der Apps der Entwürfeordner gelöscht wird.

Wenn man Entwürfe wieder löschen will, muss man das zu Fuß erledigen: Entwurf öffnen, alle Zeichen löschen, dann wieder schließen.

18. Kann man Tweets nach dem Abschicken verändern oder löschen?

Wenn der Tweet einmal abgesendet ist, erlaubt Twitter keine Veränderung mehr. Wenn man nach dem Absenden noch Fehler entdeckt, kann man nur den Tweet löschen und noch einmal korrigiert neu rausschicken. Dummerweise gehen mit dem Löschen auch alle Herzchen verloren. Nach dem Löschen ist der Tweet zwar bei Twitter nicht mehr existent, andere Datenbanken, die Tweets abrufen (z.B. Favstar, Google) haben ihn aber möglicherweise noch verfügbar. Das komplette Ungeschehenmachen von Dingen, die man lieber nicht getwittert hätte, funktioniert daher nicht.

19. Was passiert, wenn man seinen Account löscht?

Twitter bewahrt alle Accountdaten nach dem Löschen für 30 Tage. Wenn man sich’s also nach dem Löschen nochmal rechtzeitig überlegt, hat man innerhalb von 30 Tagen die eigene Historie, die Follower usw. zurück. Danach ist wirklich alles weg. Einige “große” Accounts haben sich erst gelöscht und sind dann nach ein paar Tagen wieder zurückgekommen. Was auch immer der individuelle Grund gewesen sein mag – so etwas löst immer Spott aus (was löst bei Twitter eigentlich keinen Spott aus?); es hat was von zur eigenen Beerdigung kommen und den Hinterbliebenen genüsslich beim Weinen zusehen …

20. Was ist #ff?

Es gibt bei Twitter den Brauch des “Follower Friday”: Immer freitags empfehlen Twitter ihrer Timeline andere Twitterer zum Folgen und setzen hinter ihre Empfehlungen ein #ff. Dieser schöne Brauch (speziell wenn “Große” einen “Kleinen” empfehlen) hat schon manche Twitterkarriere befördert. Oft schicken die Empfehler ein paar Retweets des Empfohlenen quasi als Kostprobe der Empfehlung voraus oder hinterher (eine sehr gute Idee!). Für eine #ff-Empfehlung von Herzen muss es übrigens nicht unbedingt Freitag sein!

In letzter Zeit verbreitet sich die Unsitte von Massenempfehlungen für fünf oder sechs Accounts mit einem Tweet. Die sind meist ziemlich wirkungsfrei und wirken auch recht lieblos und gelten daher bei vielen als verpönt. Wenn man per #ff empfohlen wird, gehört es sich, sich beim Verfasser zu bedanken.

21. Wer ist die Twitter-Elite?

“Große” Accounts, die – ohne Prominenz an anderer Stelle – eine große Zahl von Followern gesammelt haben, werden manchmal als “Elite” bezeichnet. Die Elite gilt natürlich als arrogante Clique, die sich mit Herzchen, Retweets und Empfehlungen nur gegenseitig bedenkt, die “Kleinen” ignoriert und verachtet und dafür auch noch bewundert wird. Die Elitegrenze ist nicht fest definiert. Als ich bei Twitter angefangen habe, erschienen mir alle Accounts mit mehr als 100 Followern als “groß”. Heute würde ich persönlich eher bei tausend oder mehr die Grenze ziehen. Und manches anders sehen, was die Elitevorwürfe angeht. Vermutlich bin ich damit auf dem besten Wege, selbst Elite zu werden.

22. Was haben alle mit dem Regendelfin?

Der Account “Marie von den Benken” (@regendelfin) zählt mit inwischen über vierzigtausend Followern zu den erfolgreichsten nichtkommerziellen Twitterern im deutschsprachigen Raum. Man kann bei ihr in ziemlich konstantem Rhythmus witzige Einlassungen, Wortspiele und Kalauer lesen. Der Avatar wechselt häufig, die Fotos zeigen stets dieselbe hübsche junge blonde Frau, allerdings nicht aufgenommen als Handy-Selbstportraits, wie bei den meisten anderen Twitterern, sondern professionell anmutende Shooting-Fotos. All das zusammen befeuert auf Twitter das hartnäckige Gerücht, Regendelfin sei das Projekt einer Mehrpersonen-Redaktion.

Es gibt zu diesem Thema auch ein Interview mit @regendelfin, nachzulesen unter http://www.eingenickt.de/interview-mit-regendelfin/

23. Was war das mit den Postkarten?

Ein unschönes Thema. Anfang 2014 kam Christian A. Franke (erst @arschhaarzopf, später @turbozopf und mittlerweile @deichgenosse auf Twitter und in meinem Blog wegen seiner Aktion für @alicevanwunder interviewt) auf folgende Idee: Man könnte besonders originelle Tweets ansprechend grafisch aufbereiten, auf Postkarten drucken und verkaufen. Auf der Website http://www.analogbotschaft.de sollten sie vertrieben werden — mit Einverständnis der Autoren, und der Erlös karitativen Vereinigungen zugute kommen. Das Ganze startete mit viel Tamtam, einige Twitterer wurden gefragt und machten mit, ein paar kauften auch Postkarten (oder schrieben das zumindest auf Twitter). Nach einiger Zeit schlief die Sache irgendwie ein, und im Sommer wollten einige Autoren Rechenschaft. Der Zopf war auf Tauchstation und so veröffentlichten die Autoren eine offene Frage per Web: https://analogbotschaft.wordpress.com/ (da können Sie auch alle Originale lesen). Christian A. Franke reagierte seinerseits mit einem Text im Web, entschuldigte sich in der Sache, vergriff sich nach einiger Leute Ansicht im Ton und gelobte Lieferung; die Analogbotschaft aber wollte er begraben. Nun kam es wohl zu hässlichen Reaktionen, darunter (nach Christians Angaben) sogar Morddrohungen. Kurzum: Er löschte sein Blog, seinen Twitteraccount legte er still. Seit Ende 2014 twittert er wieder. Anfang Februar 2015 wagte es @dandyliving , spöttisch nach dem Verbleib der Spenden und den versprochenen Abrechnungen zu fragen.

Die Folge war folgender Tweet:

Seither ruht der See.

24. Was ist ein Block?

Das Gegenteil von Folgen ist Blocken. Es ist die Twitter-Entsprechung von “Mit dir will ich nichts zu tun haben.” Wer einen anderen Account blockt, muss dessen Tweets nicht mehr in der eigenen Timeline lesen, und er untersagt dem anderen, ihm zu folgen, ihn zu favorisieren oder zu retweeten. Eine Ankündigung zu blocken finden Sie in der Frage über dieser.

25. Erfährt man, wenn man geblockt wurde?

Nein, erstmal nicht. Sie merken den Block erst, wenn Sie den Blockenden nicht mehr beherzen oder retweeten dürfen oder ihm folgen wollen und nicht können. Dann meldet Twitter einen etwas verschwurbelten Fehler, die Aktion sei nicht möglich; entweder es liege ein Serverfehler vor oder dem eigenen Account sei die Aktion untersagt. Wenn Sie andere User noch liken können, liegt es nicht am Server, dann wurden Sie geblockt.

26. Kann man was gegen Blocken unternehmen?

Nein. Sie erreichen den Blockenden ja nicht mehr. Wenn Sie sich aussprechen wollen, müssen Sie andere Kommunikationswege wählen, vorausgesetzt, Sie kennen die Zugangsdaten des Blockenden (z.B. seine E-Mail-Adresse). In der Regel sollte man Blocks aber einfach hinnehmen. Man muss ja nicht allen gleichermaßen gefallen.

27. Was ist ein Spamblock?

Das ist wie Blocken, nur (meines Wissens) dahingehend verschärft, dass der Geblockte auch als Versender unerwünschter Spamnachrichten bei Twitter gemeldet wird.

28. Was ist ein Mute?

In Ihren Einstellungen können Sie bestimmte Leute oder Inhalte gezielt ausblenden: Accounts, denen man folgt, werden teilweise (z.B. ihre Retweets oder bestimmte Stichwörter) oder ganz aus der Timeline ausgeblendet. Das kann sinnvoll sein, wenn man jemandem gern folgt, aber nichts von ihm zu bestimmten Themen lesen möchte oder einen sein ausuferndes Retweeten stört oder dejenige einem gerade mal auf die Nerven geht, aber man nicht gleich entfolgen mag. Der Gemutete erfährt nichts vom Mute. Es gibt Puristen, die sagen, Muten widerspreche der Grundidee von Twitter.

29. Was ist eine Reply?

Mit der Reply antworten Sie auf andere Tweets. Twitter erkennt eine Reply daran, dass sie immer mit dem Accountnamen dessen, dem Sie antworten, beginnt. Die Reply erhält der Account, dem Sie antworten sowie alle, die ihm und Ihnen folgen, in der Timeline. Replies sind für Neue der naheliegendste Weg, auf sich aufmerksam zu machen. Bedenken Sie aber, dass Twitterer mit vielen tausend Followern nicht drauf gewartet haben, dass ausgerechnet Sie ihnen mit einem “@originalautor LOL” antworten. “Große” Twitterer beklagen sich oft über “Replies aus der Hölle” – und wenn man sich einige von deren erfolgreichen Tweets (per “Expand / Öffnen”) mal mitsamt der Replies anschaut, weiß man auch, warum.

Viele Anfänger machen den Fehler, ihre #ff-Empfehlungen (siehe dort) ungewollt als Reply zu gestalten: “@originalautor ist klasse und ich empfehle ihn! #ff” Diese gutgemeinte Nachricht geht leider nur an diejenigen, die Ihnen und @originalautor bereits folgen, ist also wirkungslos, um seine Leserschaft zu verbreitern. #ff immer als Mention (siehe dort) schreiben!

Man kann die Beschränkung von Replies umgehen, indem man ein Zeichen vor das erste @ des Tweets setzt. Meist wird ein Punkt genommen “.@originalautor Hier folgt der Inhalt” – diese unechte Reply (eigentlich ist es eine Mention) wird dann an die gesamt eigene Followerschaft gesendet. Auch diese Praxis gilt vielen als unfein und aufdringlich – und ich schließe mich da an: Wenn man eine Reply schreiben will, soll man eine Reply schreiben. Punkt (und den am Ende und nicht am Anfang!).

30. Was ist eine Mention?

Wenn Sie andere Twitterer namentlich in Ihrem Tweet erwähnen (und das eben nicht am Anfang des Tweets, so dass er als Reply behandelt wird), nennt man das Mention: “Ich mag die Tweets von @originalautor.” @originalautor erhält diesen Tweet bei seinen Interaktionen / Erwähnungen angezeigt. Den Tweet erhalten alle Ihre Follower, unabhängig davon, ob sie @originalautor folgen. #ff sollte man daher immer als Mention formulieren, dann gehen sie an all Ihre Follower.

31. Was ist eine Non-Mention?

Wenn Sie über andere Twitterer schreiben, ohne deren Account ausdrücklich zu erwähnen, gilt das als “Non-Mention”. Sie könnten also schreiben: “Der Levin behauptet wieder Dinge, die er nicht beweisen kann”. Dass Sie mich (@Nicolai_Levin) meinen, müssen die Leser (einschließlich mir) sich schon selbst erschließen. Non-Mentions sind eigentlich nur sinnvoll, wenn Sie wissen, dass der Adressat Ihnen auch folgt (nur dann sieht er den Tweet in seiner Timeline); sonst muss er schon gezielt nach dem Stichwort suchen, unter dem Sie ihn erwähnen – oder von anderen Twitterern auf Ihre Bemerkung hingewiesen werden.

Wenn der Angesprochene aber gerade nicht online ist und/oder seine Timeline nicht vollständig und lückenlos durcharbeitet, besteht immer die Gefahr, dass Non-Mentions unbemerkt verpuffen. Sie sind als Stilmittel daher nur sinnvoll, wenn man weiß, dass der Angesprochene im Moment auch aktiv twittert. Manche Twitterer schaffen es, via Timeline richtig lange Dialoge aus Non-Mentions zu zimmern.

Wenn man Non-Mentions zu unbestimmt abfasst (“Da hat’s aber einer nötig!”), läuft man natürlich immer Gefahr, dass sich die Falschen angesprochen fühlen.

32. Was ist die Night-Timeline? Kostet die extra?

Technisch läuft Twitter weltweit und rund um die Uhr. Allerdings müssen auch die heftigsten Twitterer irgendwann schlafen. Die Tagesrhythmen sind recht unterschiedlich. Nachts sind daher andere Twitterer aktiv als untertags, die Themen unterscheiden sich, die Stimmung ist anders. Die nächtlichen Ergüsse bezeichnet man als Night-Timeline.

Wann die Nacht beginnt oder endet, ist nicht fest definiert. Einige Twitterer pflegen aber den Brauch der #22uhrnonmention, bei der sie um 22 Uhr unter dem obigen Hashtag eine Nonmention (siehe dort) verfassen – das sind meist Liebes- oder Sehnsuchtstweets. Man könnte also sagen, was der Münchener Weißwurst das Zwölfuhrläuten ist, bedeutet die 22-Uhr-Nonmention für die Tagestimeline.

Das Programmschema der deutschsprachigen Twittergemeinde - wie es @der_von_nebenan getwittert hat

Das Programmschema der deutschsprachigen Twittergemeinde – wie es @der_von_nebenan getwittert hat

Wenn Sie beim Twittern befürchten, die Zeit zu vergessen, können Sie dem Account @zurvollenstunde folgen; dann erhalten Sie zu jeder vollen Stunde einen Tweet. Und wenn der Account von @wortmusik um 3:14 Uhr morgens online war, verkündete er gern, dass es Pi-Uhr sei – zum 12.06.2013 hat er aber angekündigt, diesen Service einzustellen. Um Mitternacht können Sie darauf hoffen, dass jemand twittert, dass es “genull nau Uhr” ist.

33. Was ist ein Mem?

Die eigentliche Definition lesen Sie am besten bei Wikipedia nach. Ein Twitter-Mem entsteht so, dass irgendwer irgendeinen Blödsinn startet und das dann lawinenartig übernommen wird: “Lasst uns bei Songtiteln ‘Love’ durch ‘Pommes’ ersetzen!” – und schon geht’s los. Wenn man dem jeweiligen Initiator selbst nicht folgt, merkt man’s erst, wenn’s schon im Gange ist, und irgendwann hat es auch der letzte gemerkt und dann sind die ersten schon wieder genervt oder jagen die nächste Sau durchs virtuelle Dorf. Wenn Mems mit Hashtag gekennzeichnet werden (sowas wie “#twitternwie1963”), hilft das der Orientierung, aber die richtig guten Mems kommen natürlich ohne Hashtag aus.

34. Was ist ein Shitstorm?

Wenn jemand bei Twitter (oder anderswo) etwas von sich gibt, was vielen Twitterern nicht gefällt, kann es passieren, dass er auf Twitter eine große Anzahl negativer Tweets und Replies erhält. Bildlich gesprochen, wird er von allen Seiten mit Scheiße beworfen und erlebt einen Scheißesturm – englisch: Shitstorm.

35. Wie schlimnm ist Tweetklau?

Tweetklau ist eines der kontroversesten Themen auf Twitter. Auf geklaute Tweets reagieren einige Leute sehr heftig, so weit, dass sie all diejenigen blocken, die einem (vermeintlich) notorischen Tweetklauer folgen. Es gab da schon durchaus hässliche Auseinandersetzungen (Sie können mal beim Blog von @maulwuerfel nachlesen, was da los war: Hier der Link ). Ein spezieller Account @twolizei hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tweetdiebe zu verwarnen und dann auf einer Website anzuprangern.

Ich persönlich sehe dieses Thema weit gelassener als viele anderen. Kein Twitterer verdient Geld mit den Urheberrechten seiner Tweets (naja, fast keiner, der großartige @peterbreuer hat seine besten Tweets zu einem Buch zusammengefasst). Der ganze Ruhm ist virtuell, wer sich mit geklauten Tweets profilieren will, blamiert sich eben, so gut er kann, wenn’s rauskommt.

36. Was mache ich, wenn ein anderer meine Tweetidee schon mal hatte?

Die peinliche Situation, dass man nach einem Tweet mehr oder weniger freundlich darauf hingewiesen wird, dass es diesen Tweet schon mal von anderer Seite gab, lässt sich vermeiden, indem man vorher per Google checkt, ob man wirklich der erste mit dieser Idee ist. Manche Twitterer machen das sehr konsequent. Bei spöttischen Bemerkungen auf tagesaktuelle Ereignisse wird das nicht funktionieren, da ist es oft unvermeidlich, dass mehrere Leute mit der gleichen Idee etwas kommentieren, was gerade die Gemüter bewegt.

Wenn ein Wortspiel oder ein Aphorismus schon mal aus einer fremden Feder geflossen ist, kann man den eigenen Tweet beschämt löschen. Wenn man der Auffassung ist, dass der Originaltweet ein wenig anders war oder alles nicht so schlimm ist, sollte man nach meinem Gefühl nicht so weit gehen. Es gehört sich aber, mit einem eigenen Tweet einzugestehen, dass es da einen Hinweis gab (So etwa: “Der findige @schlauberger hat bemerkt, dass  @originalautor meinen Tweet schon mal gebracht hat.”) und dann den Originaltweet zu retweeten. Ihre Folger können sich dann selbst ein Bild machen, wie weit Ihre eigene Schöpfungshöhe reicht – und sie werden mit Likes oder Replys reagieren.

37. Was sind Schablonentweets?

Viele Scherze auf Twitter folgen festen Schemata: So traurig. Ich will ja nicht sagen, dass … Deine Mudda … XY? Kann ich. Wir melden uns. Aus Gründen. Sie kennen das. Kekfe effen. Ist das hier die YX-Selbsthilfegruppe? XY hat angerufen. Er will YZ zurück.

Sie werden mit der Zeit die Muster wiedererkennen. Es gibt auch hier Moden, Vorreiter, Nachahmer, Epigonen, Ablehner …

38. Was ist ein Emo?

Unter den normalsterblichen Twitterern geben die meisten hauptsächlich Witziges oder Alltägliches von sich. Andere veröffentlichen gerne hintersinnige Lebensweisheiten, die gelegentlich ins gefühlig Lyrische abdriften. Solch emotionale Ergüsse werden als “Emotweets” bezeichnet, die Autoren als “Emos”. Die Witzbolde unter den Twitterern pflegen das Klischee, dass Emos zu Akten der Selbstverstümmelung (“Ritzen”) neigen. Wer sowohl Emotionales als auch Witziges lesen will, sollte mal beim Account Donna Wetter (@wortgourmande) reinlesen.

39. Was soll das mit Nutella, Mett und Einhörnern?

Nutella und Mett werden von den deutschsprachigen Twitterern als Grundnahrungsmittel propagiert – bitte fragen Sie mich nicht, warum. Auch Kekse und Kaffee scheinen eine größere Rolle in der Nahrungsaufnahme zu spielen. Einhörner gelten unter hinreichend bescheuerten Twitterern als ganz normale Haus- und Nutztiere.

40. Wer ist Umberto?

“Hallo, ich bin Umberto. Ich bin hier, um Ihre Tochter zu vögeln.” – “UM WAS?!?” – “Umberto.” – Irgendwer hat gefühlt vor hundert Jahren diesen mauen Kalauer zum ersten Mal auf Twitter gepostet. Alle Jahre wieder kramt jemand begeistert den Scherz aus und findet tatsächlich Leute, die ihn noch nicht kennen. Alle anderen aber reagieren leicht genervt.

41. Wie ernst soll ich die Aussagen zu Alkohol und Sex nehmen?

Offen gestanden: Mir wird es manchmal mulmig, wenn ich lese, was die Leute auf Twitter so behaupten zusammenzusaufen. Da mag es viel Übertreibungen und Prahlerei geben, aber ein Kern Wahrheit wird auch drinstecken – und das gilt dann auch für das Sexleben: Wer ständig auf Twitter ist, kann eigentlich kein normales Sozialleben mehr haben (das hält ja kein normaler Mensch aus). Ich vermute daher, dass das vielbemühte Klischeebild vom einsamen Twitterer, der mit Bier oder Wein am Sofa sitzt und seine Sozialkontakte nur übers Smartphone pflegt, im einen oder anderen Fall schon der Wirklichkeit entspricht.

42. Sind auf Twitter eigentlich alle schwul?

Fast. Also, ich bin schon mal eine Ausnahme, und mit zunehmenden Mitgliederzahlen wird alles anders. Auf Twitter tummelt sich aber immer noch überproportional viel kreative Bohème aus Werbung, Kunst und Medien. Leute, die offen schwul sind, dürften daher gegenüber dem Bevölkerungsschnitt überrepräsentiert sein.

43. Wer ist eigentlich mit wem zusammen?

Oh weh, das fragen Sie ausgerechnet mich! Ich hab doch schon in der Schule immer als letzter gemerkt, wer mit wem was hatte. Also: Im September 2013 haben quasi live auf Twitter @wurfsternpingu und @missesdynamite geheiratet; die passenden Fotos dazu lieferte @drwaumiau. Schon viel länger, als es Twitter gibt, sind @bittschen und @wittschicat ein Ehepaar. Das Mädel von @dandyliving heißt @namenlos4 und ist im Sommer 2014 zu ihm nach Österreich gezogen, und die beiden haben geheiratet. Die @zirkusdoktorin und der @mofatempler sind einander inniglich verbunden, ebenso die @boesekoenigin und @uliwickert. Dass Jogi Löw mal was mit @nachtlos anfängt, wird aber wohl dessen großer Traum bleiben müssen. Die meisten anderen Twitterer hegen eher die Sorge, dass ihre Lebenspartner zu viel davon mitbekommen, was sie so auf Twitter von sich geben.

44. Gibt es Pornos auf Twitter? Wenn ja, wo finde ich die?

Mal ehrlich: Wenn Sie Pornos suchen, gehen Sie besser zu Youporn oder zu einem der anderen einschlägigen Anbieter. Twitter eignet sich dafür nicht so richtig. Sie sollten auch bedenken, dass der Großteil Ihrer Twitter-Aktivität sozusagen offen einsehbar ist – wenn Sie also auf Schweinereien aus sind, sollten Sie sich vielleicht einen Zweitaccout (siehe dort) zulegen.

Doch, es gibt auf Twitter auch Pornografisches in allen Schattierungen, beginnend beim Account @tittendestages, der jeden Tag ein Brüstefoto veröffentlicht. Bis 2016 veröffentlichte @drwaumiau für jeden Tag die Wettervorhersage in Form eines lasziven Fotos mit jungen Damen drauf. Darüber hinaus gibt es diverse freizügige Twitterer, die ihre Follower mit Selbstaufnahmen erfreuen, und es geht bis zur Verbreitung von professionellen Pornofotostrecken. Wenn Sie auf sowas stehen, schauen Sie mal in einen der Favstar (siehe dort) Retweet-Accounts. Unter den reichlich besternten Tweets finden Sie immer wieder welche mit Pornofotos.

45. Was haben die Twitterer gegen Facebook?

Aus Sicht der Twitterer tummeln sich bei Twitter die Geistreichen und Gebildeten, während bei Facebook die Dumpfbacken herumkreuchen. Dieser Mythos wird gern und reichlich gepflegt; wenn man sich Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung vieler Tweets anguckt, ist diese Hochmut allerdings völlig unbegründet.

46. Was haben Twitterer gegen Nasen?

Gute Frage. Vielleicht weil sie ein letztlich überflüssiges Zeichen darstellen. Soweit Emoticons nicht komplett verpönt sind (schließlich ist das meiste, was getwittert wird, ironisch zu verstehen), sind sie auf Twitter jedenfalls nasenlos zu sehen. Wer mit Nase lächelt, outet sich als hoffnungslose Facebooker (siehe dort).

47. Warum sind auf Twitter alle per Sie?

Auch eine gute Frage. Ich bin jetzt ein paar mal darauf hingewiesen worden, dass sehr viele Twitterer einander ganz formlos duzen. Dennoch ist die Anrede per Sie so etwas wie ein Spleen, den viele deutschsprachige Twitterer zelebrieren. Vielleicht um sich gegen andere Kommunikationskulturen im Internet abzugrenzen (Chats, Usenet). Vielleicht weil irgendwann mal ein paar Kinder oder Halbwüchsige “erwachsen” spielen wollten. Vielleicht weil das Siezen sonst überall auf dem Rückzug ist. Vielleicht weil es so uncool ist, dass es schon wieder als hip gilt.

48. Was sind geschützte Accounts?

Bei geschützten Accounts bleibt erstmal alles verborgen. Man muss beim Twitterer das Mitlesendürfen beantragen. Auch Sie können zwar einen “geschützten” Account einrichten, aber das ist eigentlich nur für Personen interessant, die sich vor anderen abschirmen wollen, also die “Privataccounts” von Promis oder Stalkingopfer oder Accounts von Eltern für ihre Kinder (wobei ich da die Grundsatzfrage stellen würde, ab wann man Kinder auf Twitter loslassen sollte). Für volljährige Durchschnittsmenschen gilt: Ihnen wird nie jemand folgen, wenn Sie den Account schützen. Dann können Sie das mit dem aktiven Twittern genau so gut bleiben lassen.

49. Kann man Twitterer mal im echten Leben treffen?

Von Zeit zu Zeit organisieren Leute Twitter-Treffen in verschiedenen Städten. Man nennt sie auch Tweetups, und sie stehen normalerweise jedem offen, der sich anmeldet. Am bekanntesten dürfte #koellesterin sein, ein Treffen, das @rock_galore in Köln ins Leben gerufen hat und das schon einige Male wiederholt wurde. Die Plätze dafür sind innnerhalb weniger Minuten belegt. Aber auch in anderen Städten kommt regelmäßig etwas zustande. Meist geistern entsprechende Infotweets mit Hashtags rechtzeitig durch die Gegend. Unter http://vite.io findet man dann in der Regel die Anmeldedaten für das Ereignis.

50. Gibt es auch ein Glossar mit Abkürzungen?

Aber gerne: RT – Retweet, RL – Real Life, DM – Direct Message, NTL – Night Timeline, TL – Timeline, alles andere (LOL, WTF usw.) sind die üblichen Akronyme aus dem Netz. Hashtags haben oft Abkürzungen von Fernsehsendungen (DSDS) oder aktuellen Ereignissen (BTW – Bundestagswahl); die wechseln aber ständig durch.

FUMP ist bei Twitter übrigens keine Abkürzung, sondern das Geräusch, das eine Bierflasche beim Öffnen macht.

zuletzt aktualisiert am 06.10.2017.

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69 Comments

  1. Antje Olzem says:

    Bester und unterhaltsamster Artikel darüber, was dieses Twitter eigentlich ist und nicht ist und wie man damit umgehen kann oder nicht sollte.
    Vielen Dank!

  2. Simone Prim says:

    Twitter lebt rund um die Uhr, den Tweeps gibt es in jeder Zeitzone. Ich empfehle z.B. den vielen englischsprachigen Science Accounts (#scicomm) zu folgen. Dann ist die “NTL” auch niemals leer 😉

  3. Topanisis says:

    Wann wird in der Twitter-Desktop-Version auf der Accountseite ein Tweet unter dem Reiter TWEET und wann unter dem Reiter TWEET & Antworten aufgeführt?

    • nicolailevin says:

      Bei meinem Account ist es so: Unter TWEET sind nur meine “normalen” Tweets und Retweets, unter TWEET & REPLIES zusätzlich die Replies, die ich auf andere Tweets geschrieben habe. Gefiltert wird sonst bei mir nichts, aber mein Ausstoß ist auch nicht so fürchterlich hoch.

  4. Mrs Mixtape says:

    Die 39. ist super! Der Rest natürlich auch, sehr schöner Beitrag – Danke für’s Verfassen!

  5. Acht Leben says:

    Wow. Wollte eigentlich nur wissen, was #ntl ist und dann über’s Suchen auf diesen Text gestoßen. (Anscheinend bin ich ein Emo mit ironischen Anwandlungen. Wieso ist Emo bloß immer eher negativ konotiert.) Bin überwältigt, von der Welt, die ich da gerade neu entdecke und nach diesem Text hier qualmt mir das Hirn… Danke dafür! Sehr informativ.

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